• Max Gaertner

Online Unterricht mit ZOOM - Part 3: Datenschutz & Sicherheit

(Du findest ein individualisiertes Formular mit Datenschutzrichtlinien zur Nutzung von ZOOM im Musikunterricht zum kostenlosen Download am Ende des Beitrags.)


ZOOM ist derzeit die beliebteste Plattform für Videokonferenzen und Online Lessons. Durch die Coronakrise stiegen die Nutzerzahlen des Unternehmens mit Sitz in den USA ins unermessliche. Die Firma investiert seither nach eigenen Angaben Milliarden, um den steigenden Datenfluss stemmen zu können und die digitale Sicherheit der Nutzer gewährleisten zu können.

Doch wie sicher ist die Datenübertragung per Zoom wirklich? Wir haben für euch genauer nachgesehen.

Wir sind natürlich, genau so wie die meisten unserer LeserInnen, keine Experten in Sachen Datenschutz und können nur versuchen, so gut wie möglich Informationen von Menschen zu sammeln, die mehr wissen als wir.

Einigkeit besteht im Grunde darüber, dass eine hundertprozentige Garantie der Datensicherheit im Netz für den normalen Nutzer eigentlich nie gegeben ist, da immer irgendwie die Chance besteht, dass jemand Informationen abgreift. Dennoch stimmen alle überein, dass wir derzeit nicht ohne ZOOM, WhatsApp & Co. auskommen, um beruflich trotz Coronakrise bestehen zu können.



Unsere Aufgabe besteht darin, unsere SchülerInnen über Apps und die Wege der genutzten Datenverarbeitung möglichst genau zu informieren bzw. auf die Datenschutzrichtlinien des Anbieters zu verweisen. Als Faustregel gilt: Die Schüler bzw. deren Eltern müssen der Nutzung einer entsprechenden App zustimmen. Das kann man auch als schriftliches Dokument vorbereiten und gegenseitig unterzeichnen, um sich abzusichern.


Bedenklich sind vor allem Apps, bei deren Nutzung auf Daten dritter Personen zugegriffen wird, die nicht ihr Einverständnis gegeben haben. Das gilt zB. für WhatsApp.

Hier ist es so, dass die App Zugriff auf das Telefonbuch Deines Smartphones benötigt, um Kontakte zu laden. Selbst wenn Du also Deine SchülerInnen über die Nutzung der App informierst, würdest Du in diesem Moment auch die Daten aller anderen Personen weitergeben, die Du in Deinem Telefonbuch aufbewahrst.


Die Plattform ZOOM ist für Rechsanwalt Stephan Hansen-Oest die „beste Mischung aus Qualität, Leistungsumfang, Preis und auch Datenschutzfreundlichkeit“. Da es sich um eine US-Anbieter handelt, ist dieser wie andere Anbieter auch unter dem EU-U.S. Privacy Shield zertifiziert. Dadurch liegen die rechtlichen Voraussetzungen für ein angemessenes Datenschutzniveau vor.


Lediglich zwei Funktionen sind bei ZOOM datenschutzrechlich bedenklich. Zum einen hat der Leiter eines Meetings die Möglichkeit, die Konferenz in Ton und Bild aufzunehmen. Darüber müssen alle Teilnehmer natürlich informiert werden und ihr Einverständnis abgeben.

Zudem existiert in den Einstellungen ein sogenanntes Aufmerksamkeits-Tracking. Diese Funktion ermöglicht es Ihnen zu sehen, ob die Teilnehmer eines Video Meetings, die App auf ihrem Bildschirm manchmal in den Hintergrund rücken und währenddessen andere Dinge tun. Diese Art der Überwachung sollte in den Einstellungen deaktiviert werden.


Um SchülerInnen und deren Eltern über ZOOM vor der ersten Nutzung zu informieren, ist ein Verweis auf die Datenschutzrichtlinien zur Verwendung von Zoom für den Online Unterricht geeignet. Diese sollte jede Lehrkraft (Freiberufler) oder jede Musikschule individuell erstellen. Man kann diese Richtlinien auf der Website veröffentlichen und in der Einladung zum ZOOM-Meeting mit einem Link darauf verweisen oder den Text als PDF an alle SchülerInnen bzw. deren Eltern zur Kenntisnahme mailen.

Eine Vorlage für die Datenschutzrichtlinien zur Nutzung von ZOOM findest Du hier zum Download. Bitte gib an den gelb markierten Stellen unbedingt die entsprechenden Information zu Dir oder Deiner Musikschule.

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