• Max Gaertner

Youtube oder Vimeo? Video-Plattformen im Vergleich

Videos spielen beim Konzept Online Unterricht eine wichtige Rolle. In weiteren Blogbeiträgen haben wir mögliche Inhalte und die technische Produktion von Video Content behandelt. Die Erstellung ist allerdings nur eine Seite der Medaille. Wichtig ist auch, wo Sie ihr Video "hosten", also hochladen und für Ihre SchülerInnen bereitstellen. Wir haben die zwei führenden Anbieter verglichen.





YouTube

Der wohl bekannteste Anbieter in diesem Bereich ist YouTube. Mit fast 2 Milliarden Mitgliedern ist die Plattform die größte ihrer Art. Das bedeutet natürlich auch, dass Sie hier viele Zuschauer erreichen können, wenn Sie ein Video posten. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, Videos öffentlich und für alle Nutzer sichtbar zu posten sowie private Veröffentlichungen zu planen.


Private Videos können nur von einem festgelegten Zuschauerkreis (z.B. Ihren SchülerInnen) gesehen werden.

Das kann auf zwei Wegen geschehen:

  • Sie teilen das Video via Direkt-Link. Nur Nutzer, die über den Link verfügen können dann das Video sehen.

  • Sie laden gezielt Personen zu einem Video ein, die dieses dann ansehen können. Der Nachteil: In diesem Fall benötigen die Zuschauer ein eigenes Nutzerkonto bei YouTube.


Da Youtube für Nutzer komplett kostenfrei ist, gibt es relativ viele Werbeanzeigen, mit denen das Unternehmen sein Geld verdient.



Vimeo

Vimeo ist ebenfalls eine etablierte Größe, hat aber eine weit kleinere Teilnehmer- und Zuschauerzahl. Ein Vorteil ist hier eine sehr engagierte Online Community, die sich gegenseitig sehr unterstützt.

Auch Vimeo bietet die Möglichkeiten, den Zuschauerkreis für Ihre Videos optional zu beschränken:

  • Sie können Videos mit einem Kennwort schützen.

  • Sogenannte Private Links ermöglichen nur Nutzern, die über den Link verfügen Zugriff auf ein Video

  • Sie können angeben, dass nur bestimmte Websites ihr Video "einbetten", also auf ihrer Seite einbinden können. Auf diese Weise könnten Sie ihren SchülerInnen z.B. eine private Unterseite auf Ihrer Website einrichten und diese mit Unterrichtsinhalten füllen.


Vimeo wirbt damit, keinerlei Werbung zu veröffentlichen. Dafür fallen allerdings schnell Abo-Gebühren für Sie an. Das gilt aber nur wenn Sie selbst Videos hochladen. Ihre SchülerInnen können also kostenfrei Videos anschauen.


Vimeo bietet vier Preiskategorien:



Die Videoqualität ist auf beiden Plattformen vergleichbar und es können HD Inhalte hochgeladen werden.

Ein Vorteil von Vimeo, vor allem wenn man jetzt schnell in de Online Unterricht einsteigen will, später aber manche Videos nochmal in Ruhe überarbeiten und in besserer Qualität erneut hochladen möchte: Sie können das Video austauschen, ohne dass der Link oder die Videostatistik gelöscht werden. Bei YouTube hingegen wird der gesamte Post gelöscht und muss neu angelegt werden.



Fazit

Beide Plattformen haben also ihre Vor- und Nachteile. Für den ersten Einstieg in den Bereich des Online Unterrichts eignen sich sowohl YouTube als auch Vimeo. Einen Unterschied macht die Anzahl der aktiven User vor allem dann, wenn Sie die Videos öffentlich zugänglich machen und auch als Werbemaßnahme für Ihren Online Unterricht nutzen wollen. In diesem Fall erreichen Sie bei YouTube deutlich mehr Publikum.





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